Technologien / Modellbau
VAKUUMGIESSEN
Bei der Vakuumgießtechnik werden duroplastische Abgüsse aus Silikonwerkzeugen
hergestellt. Dabei werden meist Stereolithographie- oder Frästeile aus Ureol oder auch
Aluminium als Urmodelle für die Herstellung der weichen Abgussformen verwendet.
Der eigentliche Gießprozess läuft unter Vakuum ab, so dass einerseits das Abgussmaterial
blasenfrei verarbeitet werden kann und andererseits evtl. vorhandene Fließwiderstände
durch Lufteinschlüsse innerhalb des Werkzeuges vermieden werden - das Befüllen des
Werkzeugs erfolgt dabei ausschließlich über Schwerkraft.
Das Ergebnis ist ein blasenfreies, hochpräzises Bauteil mit genau definierbaren
Eigenschaften. Aus einer stetig wachsenden Palette von 2-komponentigen PU-Materialien
wählt man dann genau den Werkstoff aus, der mit seinen Eigenschaften den späteren
Serienwerkstoff am besten imitiert, dabei können z.B. auch hochtransparente oder
gummiartige Abgüsse hergestellt werden.
TECHNISCHE DATEN
Maschinentyp: 2 x HEK C004
Bauraum: 1000 x 800 x 800 (X, Y, Z)
inkl. Differenzdrucktrichter
TECHNISCHE DATEN
| Maschinentyp: | 2 x HEK C004 |
| Bauraum: | 1000 x 800 x 800 (X, Y, Z) |
| inkl. Differenzdrucktrichter |
RIM (REACTION INJECTION MOULDING)
Beim Niederdruckspritzgießen wird duroplastisches PU-Material bei einem Spritzdruck
von 4 bis 6 Bar in ein hartes Werkzeug aus Ureol oder Aluminium gefüllt und härtet durch
die Vernetzungsreaktion in der Form aus. Beim Entnehmen der Bauteile werden evtl.
vorhandene Hinterschnitte über Losteile entformt. Da die Werkzeughälften meist gefräst
werden, benötigt man für die Ausformung der Kavitäten kein gesondertes Urmodell -
dementsprechend wird das Verfahren oft zur Vervielfältigung von großen und
dickwandigen Bauteilen verwendet.
Besonders auch die hohen Festigkeiten der Werkzeugoberflächen machen die Technik
für die Fertigung von größeren Stückzahlen besonders interessant.
Mittlerweile stehen auch für die RIM-Technik Materialien mit den unterschiedlichsten
Eigenschaften zur Verfügung, so dass wir für jeden Anwendungsfall einen geeigneten bzw.
den späteren Serieneigenschaften entsprechenden Kunststoff auswählen können.
LAMINIEREN VON PROTOTYPEN
Durch das schichtweise Auftragen von in Epoxydharz getränktem Glasfaser- oder
auch Karbonfasergewebe auf eine Negativform, entstehen hochfeste, dünnwandige
Bauteile. An der anliegenden Seite entsteht eine glatte hochwertige Oberfläche.
Die Festigkeit des Bauteils ist sowohl von der Dicke als auch der Lage der Schichten
abhängig. Hinterschnitte des Bauteils lassen sich durch Losteile in der Formkonstruktion
realisieren. Hinterschnittige Elemente aus anderen Materialien wie z.B. Retainer lassen
sich problemlos mit einlaminieren.
Die Negativform wird in der Regel durch Fräsen eines Blockmaterials hergestellt
und hat eine fast unbegrenzte Ausbringmenge.
